2. Vorbereitende Stille

Dieses Verfahren eignet sich für Gremien, die schon ein wenig Erfahrung mit Innehalten und betendem Denken gemacht haben.

Die Sitzung wird eröffnet und die Tagesordnungspunkte vorgestellt. Eventuell braucht es eine Phase der Rückfragen, damit alle verstanden haben, was heute anliegt. Dann wird für eine Stille unterbrochen. Für diese Stille werden wenigstens fünf Minuten benötigt.

Diese Vorgehensweise eignet sich so nicht für Telefonkonferenzen. Hier hat es Sinn, die Tagesordnung vorab zu verschicken und zu vereinbaren, dass die gemeinsame Arbeit nach Möglichkeit fünf bis 10 Minuten vor der Telefonkonferenz durch eine individuell gestaltete Stille der inneren (betenden) Vorbereitung begonnen wird. Die Telefonkonferenz kann dann mit einem Gebet beginnen. Dieses wird in der Regel von der begleitenden Person gesprochen. In Videokonferenzen kann man wie bei direkten Treffen oder auch wie bei Telefonkonferenzen vorgehen.

Die Mitglieder werden gebeten, sich innerlich auf Gott auszurichten, der jetzt mitten unter ihnen ist und ihre Herzen und ihr Denken zum Guten für die Menschen und die Erde bewegen will. Sie können dann hinspüren, wie sie momentan innerlich gestimmt sind beziehungsweise welche Emotionen die anliegenden Themen in ihnen auslösen. Abschließend können die Mitglieder in Stille um den Beistand des Heiligen Geistes bitten, oder diese Bitte wird von der anleitenden Person laut formuliert. Aus der stillen Zeit wird nichts unmittelbar mitgeteilt. Es verändert aber das Arbeiten, wenn jede·r sich den eigenen inneren Bewegungen bewusst ist und dies in die Entscheidungsprozesse für sich persönlich mit einbezieht.